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nördl ich südl du

oder
von einen tanzen


Musik-/Tanztheater für 5 Tänzer/innen-
Sänger/innen, einen Schlagzeuger
und eine Bassistin
nach Gedichten von Ernst Jandl

Konzept und Choreographie: Veronika von Lauer-Münchhofen
Konzept und Musik: Christoph Weinhart
Lichtdesign: Rainer Ludwig
Choreographische Assistenz: Frances Egerer
Musikalische Assistenz: Johann Bengen

Mitwirkende:
Miene Costa, Arthur Faiss, Astrid Kiener,
Helmut Ott, Susi Wimmer

Johann Bengen, Schlagzeug
Miene Costa, Bass





VIDEO

Eine Zusammenfassung von
"nördl ich südl du" bieten wir Ihnen
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nördl ich südl du - Video Hi-Res für DSL
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nördl ich südl du - Video Lo-Res für Modem/ISDN
Größe: 1,9 MB

Laufzeit: 7:26 min 





PRESSETEXT

Der vor noch nicht ganz drei Jahren verstorbene österreichische Dichter Ernst Jandl hat es wie kaum ein anderer verstanden, Worte und Buchstaben zum Tanzen zu bringen. „nördl ich südl du“, eine Produktion der Münchener Choreographin Veronika von Lauer-Münchhofen, versteht sich als Hommage an den großen „Wortspieler“. Aus seinen Gedichten entwickelte Szenen verschmelzen zu einem skurrilen Panoptikum aus Sprache, Musik und Tanz.

Alle Darsteller tanzen, singen und sprechen. Dabei erstreckt sich das musikalische Spektrum vom mittelalterlichen Organum über Anleihen aus dem französischen Chanson bis zur Zwölftonmusik.
Thema der teils makabren, teils humorvollen, aber auch ernsten Gedichte ist die Sprache mit all ihren Verfremdungsmöglichkeiten und ihrer Degeneration.
Wie bei Jandls Sprache ist auch bei der Bewegung jede Form erlaubt, sie ist keiner Regel unterworfen. Die Sprachspiele und Redeketten sind Vorlagen für choreographische Muster bzw. Systeme.

Das Stück basiert auf einem längeren Jandl-Gedicht, „das große e“. Dieses an sich absurde Gedicht scheint in seinen Strophen auf bestimmte, für Jandl offenbar elementare Themenkomplexe anzuspielen: z.B. Krieg, Sexualität, Kindheit, Tod, Reise und Erkenntnis. Um das Gedicht gruppieren sich als „Episoden“ bzw. in collagierter Form zahlreiche Jandl-typische Laut- und Sprechgedichte, die in unserem Fall häufig zu „Sing- und Tanzgedichten“ mutieren und die Absurdität unseres täglichen Lebens in Körpersprache umsetzen.